Kurzantwort: Fett im Abflussrohr entsteht durch Spülwasser aus der Küche und härtet im kühlen Rohr aus. Heißes Wasser mit Spülmittel löst frische Ablagerungen - bei hartnäckigen Verstopfungen hilft ein Fachbetrieb mit Hochdruckspülung.
Wie entsteht Fett im Rohr?
Nach dem Kochen landet Bratfett, Speiseöl und Seifenfett regelmäßig im Abfluss. Solange das Wasser heiß ist, bleibt das Fett flüssig und fließt zunächst gut ab. Doch sobald es auf das kühle Rohr trifft, erstarrt es - besonders in der Siphonkurve und in waagerechten Leitungsabschnitten.
In Küchen, die intensiv genutzt werden, bilden sich diese Schichten im Laufe von Monaten auf. Das Rohr wird enger, bis der Abfluss kaum noch oder gar nicht mehr funktioniert.
Anzeichen für Fettablagerungen
- Abfluss wird langsamer, obwohl keine sichtbare Verstopfung vorhanden ist
- Gurgelnde Geräusche beim Ablaufen
- Fettiger Film am Abflusssieb
- Leichter Fettgeruch aus dem Abfluss
Methoden zur Beseitigung
Heißes Wasser mit Spülmittel
Bei frischen Ablagerungen genügt oft ein Liter kochendes Wasser mit einem Schuss Geschirrspülmittel. Das Spülmittel emulgiert das Fett, das heiße Wasser löst es auf. Mehrfach wiederholen und nachspülen.
Natron und Essig
Geben Sie 3-4 Esslöffel Natron in den Abfluss, dann einen halben Becher Essig dazu. Die Reaktion erzeugt Schaum, der Fett und Ablagerungen lösen kann. Nach 15 Minuten mit heißem Wasser nachspülen. Kein Wundermittel, aber für leichtere Fälle wirksam.
Mechanische Reinigung mit Spirale
Eine Rohrspirale aus dem Baumarkt (5-10 Euro) bricht Fettpropfen auf. Drehen Sie die Spirale ins Rohr und ziehen Sie das Material heraus. Anschließend mit heißem Wasser nachspülen.
Hochdruckspülung durch den Fachbetrieb
Wenn das Rohr bereits stark eingeengt ist oder der Propfen tief sitzt, hilft nur die professionelle Hochdruckspülung. Ein Rohrreinigungsbetrieb in Oberhausen reinigt die Leitung mit bis zu 200 Bar Wasserdruck und entfernt auch jahrelange Ablagerungen zuverlässig.
Was man vermeiden sollte
- Chemische Abflussreiniger: Lösen Fett nur bedingt, greifen Dichtungen an und belasten das Abwasser
- Kochendes Wasser in Kunststoffrohren: PVC-Rohre können sich verformen - 60-80 Grad reichen aus
- Fett direkt in den Abfluss kippen: Auch in flüssiger Form lagert es sich ab
Langfristige Vorbeugung
- Bratpfannen mit Küchenkrepp abwischen, bevor sie gespült werden
- Frittieröl und Kochfett in geschlossenen Behältern im Restmüll entsorgen
- Einmal pro Woche heißes Wasser mit Spülmittel durch den Abfluss laufen lassen
- Abflusssieb verwenden und regelmäßig reinigen
Fazit
Fettablagerungen sind in Küchen unvermeidlich - aber beherrschbar. Mit regelmäßiger Pflege bleibt der Abfluss frei. Sitzt das Fett bereits tief in der Leitung, lohnt sich eine professionelle Reinigung beim Fachbetrieb in Oberhausen, bevor ein kompletter Rohrersatz notwendig wird.